FROWENPOWER IM IJSSELMEER
MZ Dienstag, 7. August 2008 Zwölf Seebärinnen auf dem IJsselmeer

Zwölf Seebärinnen auf dem IJsselmeer

Frauenpower Frauen aus dem Thal und dem Untergäu trotzten eine Woche auf hoher See Wind und Wetter

Frauen aus dem Thal und der Umgebung von Olten erleben auf dem Ijsselmeer in Nordhol-land eine Woche Wind, viel Sonne und Schi

Textfeld: Frauen aus dem Thal und der Umgebung von Olten erleben auf dem Ijsselmeer in Nordholland eine Woche Wind, viel Sonne und Schiffsleben auf engstem Raum.   Tenn-Toern-Seebär Aldo Botta hat für die „Neu-Sehbeerinnen“ den bequemen   Zweimaster „Beluga“ ge-chartert. 

Veronika Sigrist

Seit 10 Jahren organisiert Aldo Botta, Lehrer und Kunst-schaffender aus Stüsslingen Segelferien der besonderen Art. Nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ vertritt er mit seinen Tenn-Toerns die Philosophie der Zusammengehörig-keit und Teamarbeit. Die Touren des „Sebers“ Aldo waren bisher mehrheitlich den Männern vorbehalten. So genannte Seebären, Sebers oder Sehbeeren eben. Dass aber auch „Seeberinnen“ ein Schiff bewegen können, haben heuer neun „taffe“ Frauen aus dem Thal und der Umgebung von Olten bewiesen. Die Schreibende hat im Textfeld: ling. Auf die Freuden des Segelns müssen wir noch ein wenig warten, denn der Wind ist flau und das Meer spiegel-glatt. Trotzdem: Die mitgebrachte Schweizerfahne flattert im Wind und verspricht uns eine tolle und abwechslungsreiche Woche. Die Sonne scheint und schon bald räkeln sich ein paar Seehbeeren im Bikini auf Deck und lassen die Seele baumeln. Am dritten Tag ist es soweit: Die Segel werden gesetzt. Es gibt Arbeit für die „Landrattinnen“. Auf Anweisung von Maatin Anne wird Kurbelkraft gebraucht, Seile müssen gezogen und wieder nachgelassen werden. Frowenpower ist gefragt und man ist schon ein bisschen Stolz auf die gelungenen Wenden. 

„Schnitz und Drunger“ und eine tolle Kü-che 
     Wir lernen neue Gegenden vom Meer her kennen, freu-en uns an den wunderschönen Städtchen wie Medemblik, Enkhuizen, Lelystad und Lemmer und besuchen hin und wieder im Ausgang  eine alte Piraten-Spelunke. Wir genies-sen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das beeindru-ckende Museums-Schiff „Batavia“. Im übrigen verpflegen wir und gesund und ausgewogen. Dank dem Verpflegungs-plan und den Kochkünsten unserer Mitseberin Marianne  erhalten wir  feudale Kost. Auch fehlen das auf den Tenn-Toerns traditionelle Käsefondue und Aldos „Schnitz und Drunger“ nicht. Diese Spezialität mit Birnenschnitz und Williamsschnaps ist sehr gefragt und kann auch mal als Ersatz für das Zähneputzen gelten. Und wie verhält es sich mit dem Zwischenmenschlichen? Soviele Frauen auf engs-tem Raum? Kann das gut gehen? Es kann! Natürlich gibt es auch kleine „Misstöne“, natürlich muss man sich einschrän-ken und ebenfalls gibt es auch Meinungsverschiedenheiten. Dies gehört dazu und wird verschwindend klein, gemessen an den vielen guten Eindrücken. Und wenn dann alle zu-sammen zum Lumpenliedchen anstimmen, ist es ein super Gefühl. „Herrliche Berge, sonnige Höhen…“ Wohl ein wenig unpassend auf See, aber unheimlich schön! Die Seebärinnen sind sich jedenfalls einig: Es war nicht der letzte Törn mit Seber Botta.

 
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